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30.01.2017, 11:39 Uhr | Übersicht | Drucken
Siebter deutscher Altenbericht bestätigt politische Zielsetzung der Senioren-Union

Das Bundeskabinett hat im November 2016 den Siebten Bericht zur Lage der älteren Generation verabschiedet und seine Stellungnahme dazu veröffentlicht. Dieser Altenbericht der Bundesregierung wird seit 1994 in jeder Legislaturperiode durch eine Sachverständigenkommission erarbeitet und dann dem Bundeskabinett, dem Bundestag und dem Bundesrat vorgelegt. Nachdem sich der sechste Bericht im Jahr 2010 mit der Entwicklung von „Altersbildern“ befasst hat, wird im jetzt vorgelegten siebten Bericht insbesondere die Situation älterer Menschen in den Kommunen in den Vordergrund gestellt, um die Voraussetzungen für ein würdiges Leben und eine gesellschaftliche Teilhabe im Alter unmittelbar vor Ort zu untersuchen.


Aufgrund der sich verändernden Altersstruktur wird unsere Gesellschaft mehr und mehr von älteren Menschen geprägt werden. Bereits jetzt ist jeder vierte Einwohner über 60 Jahre alt. Im Jahr 2050 wird es jeder dritte sein. Bei der Gestaltung des demographischen Wandels kommt den Kommunen daher eine großes Gewicht zu, denn vor Ort – in den Städten und Gemeinden – wird über die Lebensqualität der Menschen bestimmt. Die Kommunen müssen Gestalter und Motor des demographischen Wandels sein.
 
Von zentraler Bedeutung für ältere Menschen sind insbesondere ihre Wohnsituation und das unmittelbare Wohnumfeld, denn die meisten Seniorinnen und Senioren leben noch in ihrer eigenen Wohnung oder ihrem eigenen Haus und möchten dies auch so lange wie möglich tun. Um dies zu gewährleisten spielt die Infrastruktur mit einer guten ärztlichen Versorgung, nahen Geschäften und einem ausreichenden Angebot im öffentlichen Personennahverkehr eine wichtige Rolle. Aber auch geeignete Hilfestrukturen sowie Pflege- und Betreuungsmöglichkeiten, die an die unterschiedlichen Lebenssituationen älterer Menschen angepasst sind, tragen dazu bei, Seniorinnen und Senioren weiterhin ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Eine zukunftsorientierte Stadtplanung tut deshalb gut daran, bei jeder ihrer Maßnahmen gleich mit einzubeziehen, wie sich diese auf das Leben der älteren Generation auswirken.
 
Ein besonders wichtiger Aspekt, den auch wir als Senioren-Union für unverzichtbar halten, ist, dass älteren Menschen in ihren Kommunen ermöglicht wird, ihre Lebenssituation und ihr Umfeld selbst mitzugestalten. Dies kann auf der politische Ebene erfolgen – nicht nur in Seniorenbeiräten, die es bereits in vielen Städten gibt, sondern auch in den kommunalen Parlamenten und in weiteren Ehrenämtern, in denen gerade viele ältere Menschen einen unverzichtbaren Dienst leisten. Wir haben uns als Senioren-Union daher immer gegen starre Altersgrenzen bei ehrenamtlichen Tätigkeiten gewandt und fordern Parteien dazu auf, auch ältere Kandidaten auf ihren Wahllisten zu berücksichtigen, damit eine ausgewogene Zusammensetzung der politischen Entscheidungsträger zustande kommt.
 
Der Siebte Altenbericht der Bundesregierung bestätigt die politische Zielsetzung der Senioren-Union. Die Kommunen haben bereits begonnen, altersgerechten Wohnraum, ein entsprechendes Wohnumfeld, barrierefreien Nahverkehr und eine umfassende Gesundheitsversorgung gerade auch in strukturschwachen Regionen zu schaffen – es muss aber zukünftig noch weitere Anstrengungen in diesen Bereichen geben. Wir als Senioren-Union werden uns auch künftig dafür einsetzen, ein altersgerechtes Lebensumfeld für die ältere Generation zu etablieren, wozu eine Anstrengung aller politischer Ebenen notwendig ist – von den Kommunen bei der konkreten Planung und Durchführung der Maßnahmen, aber auch vom Land und Bund bei Bereitstellung der Strukturellen Rahmenbedingungen und der finanzieller Unterstützung.

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