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25.01.2016, 15:25 Uhr | Übersicht | Drucken
Pflegeberufe brauchen Aufwertung und die Wertschätzung unserer Gesellschaft
von Alfons Gerling, stellvertretender Bundesvorsitzender der Senioren-Union


Der demographische Wandel wird unsere Gesellschaft prägen und verändern und die Nachfrage nach Pflegepersonal weiter vergrößern. Das Alter der Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern sowie der Bewohnerinnen und Bewohner in Pflegeeinrichtungen und der Pflegebedürftigen zu Hause steigt. Um den dringenden Pflegekräftebedarf zu decken, ist es daher eine der wichtigsten Aufgaben, durch geeignete Maßnahmen die Attraktivität der Pflegeberufe und -ausbildung weiter zu erhöhen, die Pflegequalität sicherzustellen und für eine höhere Wertschätzung dieses Berufsfeldes in unserer Gesellschaft zu sorgen.

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Daher halten wir als Senioren-Union den Gesetzesentwurf des Bundesgesundheitsministers Hermann Gröhe zur Reform der Pflegeberufe, der im Januar 2016 von Bundeskabinett beschlossen wurde, für einen richtigen und wichtigen Schritt, um die Pflegeberufe an die Anforderungen der Zeit anzupassen und zukunftsfähig zu machen. Das geplante Pflegeberufsgesetz sieht die Zusammenlegung der Ausbildungsgänge der bisherigen Kranken-, Alten- und Kinderpflege zum größten Ausbildungsbereich in Deutschland mit ca. 133.000 Auszubildenden vor, wodurch den Pflegekräften eine breite Einsatzmöglichkeit in den verschiedensten Bereichen der Pflege eröffnet wird. So müssen beispielsweise Pflegekräfte in Altenheimen zunehmend auch mehrfach chronisch Kranke pflegen und in Krankenhäusern Kenntnisse im Umgang mit älteren, und oft an Demenz erkrankten Patienten haben, wodurch eine übergreifende Ausbildung von Vorteil ist. Weitere entscheidende Punkte des Gesetzesentwurfs sind die Abschaffung des Schulgeldes durch die Einfüh-rung einer angemessenen Ausbildungsvergütung sowie die Ausweitung der beruflichen Weiterbildungsmöglichkeiten. Nach der für dieses Gesetz notwendigen Zustimmung des Bundesrates könnte 2018 der erste Ausbildungsjahrgang nach den neuen Richtlinien beginnen. Menschen, die in Pflegeberufen arbeiten, leisten einen oftmals schweren und belastenden aber zugleich unverzichtbaren Dienst für unsere Gesellschaft, wofür sie unseren Dank und unsere Anerkennung verdienen. Mit den im nun vorliegenden Gesetzesentwurf vorgesehen Maßnahmen bietet die Pflegeausbildung ein attraktives Berufsfeld für zahlreiche junge Menschen mit vielfältigen Einsatz- und Entwicklungsmöglichkeiten und ist ein geeigneter Schritt, um die Wertschätzung der Pflegeberufe in der Gesellschaft zu erhöhen.

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